Gesundheit

Energie in die richtigen Bahnen lenken.

Ernegiegeladenen Hunde, tempramentvolle Hunde!

Wer von uns ist nicht schon mal nach Stundenlangen Hundesparziergang ziemlich erledgt nach Hause gekommen und musste feststellen, dass der geliebte Vierbeiner

sich wohl gerade erst warmgelaufen hatte und jetzt noch so richtig in Spiellaune war???

"Der ist einach nicht kaputt zu kriegen", geht manch einem dann durch den Sinn und schlimmstenfalls beginnt damit eine unheivolle Spirale:

In der Annahme, man müsse seinem Vierbeiner noch mehr körperliche auslastung beiten, werden dann die Sparziergänge noch länger, die Spieleinlagen noch wilder und dann werden auch noch ein paar Kilometer neben dem Farrad abgespult. 

Irgendwann muss der dovh mal müde werden?!

 

Das einzige, was man auf die Weise erreicht ist, dass man sich einen Ausdauersportler herantrainiert, der dann immer noch mehr körperliche Bestätigung braucht und auch einfordert.

 

Wenn Sie sich keinen hyperaktiven Hektiker heranziehen wollen, handeln Sie nach der Devise "Weniger ist mehr!"

Temperament haben einige Hunde von Haus aus, das muss man nicht noch forcieren.

Wichtiger ist es, ihnen beizubringen, zur Ruhe zu kommen.

 

 

Quelle: Maria v.d.Forst

Der "ausgepowerte" Hund!

Sinnvolle Zielsetzung oder eher ein Missverständnis?

Die sozialen Medien fließen über von Postings, in denen Hundebesitzer(innen)

höchst befriedigt Fotos ihrer von irdendeiner stundenlagnen oder hochintensiven Aktivität völlig erschlagenen - eben "ausgepowerten"-Vierbeiner präsentieren,

als ob sie damit eine persönliche Heldentat vollbracht hätten. Das färbt natürlich

ab, so dass andere, die es nicht so richtig schaffen, ihre Tiere "auszupowern", sich

fragen, ob sie am Ende vielleicht keine guten Hundehalter(innen) sind, so im Sinne dieses Zitats:

 

"Ich hab zwei Mischlinge, die draußen am liebsten nur rennen möchten und nicht müde zu bekommen sind. Ich geh viermal am Tag Gassi und wir gehen regelmäßig in den Dog Park, damit sie ihre Energie los werden können. Manschmal frage ich mich aber, ob sie es bei aktiven Hundeeltern besser hätten. Leute, die lange Wanderungen machen und mit ihnen joggen gehen."

 

Um es gleich vorweg zu nehmen: Wir halten das für einen Fehlschluss!

Man ist keine "schlechte Hundehalterin", wenn man seinen Vierbeiner nicht jeden

Tag am Rand der Erschöpfung bringt! Ganz im Gegenteil sind wir der Überzeugung,

dass die heutzutage auf breiter Front praktizierte Überauslastung das "Auspowern", das Fördern eigentlich nicht artgerechte Hyperaktivität von Hunden mehr Probleme verursacht, als man meinen würde.

 

Aus unseren Erfahrungen in der tächlichen Praxis schätzen wir die Lage so ein, dass

heutzutage zahlreiche Hundehalter(innen) extrem darum bemüht sind, sehr viel

mit ihrem Hund/Ihren Hunden zu unternehmen, eben wie oben in dem Zitat:

Viermal am Tag Sparzierengehen, und zwar nicht nur einmal um den Block.

+ zusätzlich(!) noch diverse Bespaßungs- oder erziehungsaktivitäten wie Spielweise,

Maintrailing, Longieren, Agility, usw. und so fort. Gleichzeitig sehe ich mit meiner über 30jährigen Erfahrung immer mehr Hunde, die wenig stressresistent, nervös, überängstlich und irgendwas zwischen gereizt und aggressiv, also alles andere als

ausgeglichen rüberkommen.

 

Ein Hund ist ein hauptberuflicher Beutegreifer une ein nebenberuflicher Abstauber von allem Essbaren, was sich auftreiben lässt. Wir wissen dass Raubtiere einerseits

zwar zu explosiver und sehr anstrengender Aktivität in der Lage sind bzw. in der Lage sein müssen, dass sie aber andererseits keine Kralle krumm machen, wenn

das ür den Lebensunterhalt oder die Fortpflanzung nicht nötig ist. Bei Straßenhunden, die ihren Tag selbst einteilen können, wurde beobachtet, dass erwachsene Tiere bis zu 18 Stunden ruhen bzw. schlafen, dass sie territoriale Kontrollgänge und Nahrungssuche mit so wenig Aufwand wie möglich betreiben und dass sie - einmal dem Jugenalter entwachsen - so gut wie nie spielen.

 

Wir alle- sowohl Hunde als auch Menchen - sind von der ntur eingentlich dafür konstruiert, unter den Bedingungen eines kanppen Nahrungsangebotes klar zu kommen. Da ist tägliches "Auspowern" natürlich keine sinnvolle Sache, wenn nicht gar gefährlich, weil schlicht zu kalorienraubend. Man könnte sogar sagen, dass einmal tägliches Belasten bis zur Erschöfungsgrenze oder gar darüber hinaus ganz sicher nciths mehr mit artgerechter Haltung zu tun hat.

 

Ja, man kann mit einem Hund auch zu wenig machen, ihm zu wenig Auslauf und Bestätigung anbieten, definitiv. Natürlich hat der Hund als geborener Hetzjäger ein gewisses Bewegunsbedürfnis, schon allein, um in Form zu bleiben. Aber das wird heutzutage allgemein weit überschätzt, mit der Folge, dass der hund nicht mehr genug Ruhe bzw. Schlaf bekommt und sich entsprechend aufführt. Die eltern unter uns wissen das ja von den Kindern: Nach müde kommt blöd!

 

Fazit: Wenn Sie einen Hund haben , der Ihnen zu hibbelig, zu schnell gestresst, zu ängstlich oder zu aggressiv vorkommt, dann eskalieren sie entgegen des aktuellen

Trends nicht in Richtung noch mehr "Auspowern", sondern bringen mal versuchsweise deutlch mehr Ruhe rein. Könnte eventuell Wunder wirken!

 

Denken Sie dran: 18 Stunden Chillen und Schlafen pro Tag! Das gilt von Anfang an, also auf für naturgemäß noch überaktive Jungtiere, die man zur Ruhe fast zwingen muss. Wenn sie aber einen Welpen oder Junghund buchstäblich in der Hyperaktivität

reinziehen, müssen Sie sich später nicht wundern, wenn es zu sehr unangenehmen und schwer therapierbaren Verhaltensauffälligkeiten kommt.

 

 

Quelle: Kleintierpraxis Ralf Rückert

 

 

 

 

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